Von der Depression zur Erkenntnis - Interview mit Sophia D. Sommar
Shownotes
In dieser Folge spreche ich mit Sophia D. Sommar über ihren ganz persönlichen Weg durch psychisches Leid, die Diagnose Depression mit 17 Jahren und die Erkenntnisse, die daraus entstanden sind.
Wir sprechen darüber, warum psychisches Leid oft tiefer geht als eine Diagnose, welche Rolle unser Weltbild, unsere Gedanken und Emotionen dabei spielen und warum Körper und Geist nicht voneinander getrennt betrachtet werden können.
Sophia teilt ihre Erfahrungen aus vielen Jahren der Suche nach Antworten, wie Reisen ihren Blick auf das Leben verändert haben und weshalb Verständnis oft der erste Schritt in Richtung Heilung ist.
DISCLAIMER: Die Inhalte ersetzen keine medizinische, psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung. 📖Buch von Sophia:
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen bei Alina's Mindflow Podcast, deinem Begleiter für mentale Gesundheit.
00:00:07: Der dich unterstützt und inspiriert deine innere Stärke zu entfalten, deinen Geist zu beruhigen und mit Freude und Leichtigkeit den Weg für ein ausgeglichenes Leben zu finden!
00:00:18: Ich bin Alina, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Yoga-Lehrerin und deine Expertin für mental Gesundheit!
00:00:26: Gemeinsam erkunden wir Wege wie du Stress reduzieren innere Ruhe finden und deine mentale Gesundheit stärken kannst.
00:00:34: Denn mentale Gesundheits bedeutet nicht nur die Abwesenheit von Problemen, sondern auch die Fähigkeit das Leben in vollem Zügen zu genießen!
00:00:43: Als ob bist du bereit diese Reise anzugehen?
00:00:46: Dann lass uns direkt loslegen.
00:00:50: Hallo ihr Lieben und schön dass ihr wieder eingeschaltet habt bei einer neuen Podcast Folge hier Und heute gibt's hier wieder ein Interview-Gast und ich finde das Thema so schön, auch gleichzeitig so schön dass du damals auf mich zugekommen bist um über deine Geschichte zu sprechen.
00:01:09: Denn heute sprechen wir über eine mit der häufigsten psychischen Erkrankung der Depressionen.
00:01:15: Bevor wir jetzt hier einsteigen ist mir noch ganz wichtig, dass wir kurz hier erinnern... dass eine Depression wirklich auch eine anerkannte psychische Erkrankung ist und wird auch nach dem internationalen Diagnosekriterien des ECDL klassifiziert.
00:01:31: Also vor allen Dingen fühlen sich Betroffene unterschiedlich, es kann mit großen Leiden, mit geringen Leiden zusammenhängen und in dieser Folge sprechen wir jetzt einfach über die persönlichen Erfahrungen, die individuellen Erkenntnisse und vor allem auch verschiedenen Perspektiven auf psychisches Leid Heidelm und Gesundheit.
00:01:48: Und wichtig ist mir einfach zu sagen, die Inhalte ersetzen hier keine medizinische oder psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlungen.
00:01:55: Also wenn du selbst merkst dass dich bestimmte Inhalter irgendwie triggern, wenn du selber unter starken psychischen Belastung leidest und das Gefühl hast Unterstützung benötigen dann geh einfach gerne hier auf professionelle Hilfe zu und nimm sie auch gern in Anspruch.
00:02:09: Ansonsten soll diese Folge jetzt einfach hier zum Nachdenken anregen, dich inspirieren vielleicht neue Perspektiven eröffnen und vor allen Dingen auch das Verständnis fördern.
00:02:17: Und deswegen begrüße ich jetzt hier die liebe Sofia!
00:02:21: Und ja Sophia wird uns ein bisschen heute über ihren Weg erzählen und ich möchte gar nicht so viel vorwegnehmen.
00:02:26: Deswegen herzlich willkommen Sofia.
00:02:28: schön dass du da bist und vielleicht magst du dich jetzt einfach mal kurz hier vorstellen.
00:02:33: Ja hallo zusammen erstmal.
00:02:35: Also ich freue mich auch, dass ich heute hier sein darf.
00:02:39: Und ich halte es jetzt einfach am Anfang.
00:02:41: erstmal kurz und knapp zu allen Interessanten bekommen wir dann glaube ich eh gleich schnell.
00:02:47: Ich bin ausgewachsen in einem Bayerischen Dorf und mein Fernweh hat mich dann relativ bald in die Welt so ein bisschen rausgezogen.
00:02:57: Heute lebe ich mit meinem Mann in Sri Lanka und ich habe mich dazu entschieden selbstständige Autoren zu werden Und habe jetzt letztens mein erstes Buch veröffentlicht, in dem es eben um psychische Mechanismen geht oder man vielleicht auch überbinden kann.
00:03:16: Ja
00:03:17: super so verschön!
00:03:18: Wir haben ja schon im Vorfeld ein bisschen gesprochen und fand's auch total toll dass du gesagt hast okay diese Erfahrung die ich gemacht habe möchte ich jetzt auch weitergeben.
00:03:27: Und ja, vielleicht magst du uns einfach so ein bisschen auf deine Reise mitnehmen.
00:03:31: Du hast gesagt, mir erzählt, dass du mit siezehn Jahren die Diagnose-Depression bekommen hast und vielleicht magste du einfach mit uns in die Vergangenheit reisen und uns erzählen wie du diese Zeit erlebt hast, wie du gemerkt hast das da etwas nicht mehr im Gleichgewicht ist?
00:03:49: Also tatsächlich... ist mir das erst mal gar nicht so selber aufgefallen, sondern meine Mutter ist damals ein bisschen hellerer geworden einfach weil ich sehr viel betrug war.
00:04:01: Sehr weinerlich.
00:04:03: und ja die hatte da den richtigen Riecher und hat mich dann eben auch überzeugt dass wir da mal zum Arzt gehen um.
00:04:11: ich habe dann irgendwie diese Diagnose Depressionen bekommen und wusste da erstmal gar nichts mit anzufahren.
00:04:17: sowohl Da hatte ich mich jetzt in dem Alter auch überhaupt nicht mit beschäftigt.
00:04:22: Ich wusste nicht so wirklich, was ist das?
00:04:24: Und ja es hatte dann tatsächlich mehrere Jahre Zeit kennenzulernen, was das so genau ist und diese Zeit ja auch gerade als Jugendlicher wo man viele Entscheidungen so trifft und den Schritt ins Erwachsenen lehnen macht Da hat mich das total überfordert, also ich wusste eh schon nicht so was ich machen soll.
00:04:49: Also beruflich nach der Schule und hab dann auch mein erstes Studium abgebrochen weil es mir da einfach psychisch überhaupt nicht gut getan hat.
00:05:04: Ich denke generell so eine Überforderung mit dem Leben, weil meine Motivation irgendwas zu finden, weil sie zum Überleben schon aufgebraucht.
00:05:14: Also es hat unglaublich viel Kraft gekostet und dann sich so Gedanken zu machen darüber hinaus.
00:05:21: Es war wirklich sehr schwierig und gleichzeitig auch der Druck.
00:05:26: aber gesellschaftlich man muss jetzt irgendwie was finden vorwärts von und hätte ich dann mein zweites Studium angefangen.
00:05:34: Da waren andere halt fertig mit ihrem und ich hatte dann mal die Gefühl dass ich halt hinterherbilden, dass ich nix auf die Reihe krieg und ja das ist einfach alles zurückhält.
00:05:45: Ja, da spricht es doch glaube ich schon was wichtiges an.
00:05:48: wenn wir uns dann zusätzlich bei solchen Erkrankungen von außen oder unter Druck setzen lassen bzw machen wir das ja auch gerne selbst, dass sie uns unter Druck setzten.
00:06:01: Machen wir das hier letztendlich nur noch schlimmer beziehungsweise unterdrücken ja das was gerade eigentlich da ist.
00:06:07: Ich nehme natürlich auch, gerade weil in meiner ... In meinen Therapien.
00:06:11: viele Menschen haben die Diagnose.
00:06:12: Die bereit zu mir kommen oder sind sich nicht sicher ob sie die haben und Depression ist vor allem im letzten Jahr am Thema.
00:06:20: Natürlich in unserer Gesellschaft.
00:06:22: Aber wie hat es dich für dich tatsächlich angefühlt?
00:06:25: Wie würdest du's beschreiben, wie du gemerkt hast okay da ist etwas anders in mir.
00:06:29: Da entwickelt sich was in mir.
00:06:34: Ja, also ich glaube für mich war es so hauptsächlich gezeichnet davon.
00:06:40: Dass ich ganz schnell in eine sehr tiefe Traurigkeit oft gefallen bin mit Stimmungsschwankung und allem auch.
00:06:48: so Kleinigkeiten wie so ne angebrannte Pfanne, die konnten für mich zu einem Weltuntergang führen.
00:06:54: Also das eine zum anderen.
00:06:57: Und ja sich hatte er gerade schon noch so die Überforderungen angesprochen Auch so zum Beispiel in sozialen Interaktionen, Sachen die für andere voll einfach waren.
00:07:09: So beim Kellner zum Beispiel Essen bestellen ist war für mich immer so ein Riesenthema und ich hab immer davor noch meine Eltern angebettelt oder Freunde, die waren da tatsächlich mehr so.
00:07:18: ja okay du bestelle ich halt für dich Und wenn meine Eltern sagen jetzt mal alt genug hat sie wohl selber den Essen bestellt.
00:07:24: aber das hat für mich echt so einen Druck und Panik auch ausgelöst.
00:07:32: größere Herausforderungen waren, hatte ich dann teilweise Panikattacken.
00:07:38: Und ansonsten auch viel so.
00:07:41: Lustlosigkeit, Motivationslosigkeit ist glaube ich auch relativ typisch.
00:07:46: Ja.
00:07:47: Losigkeit also tatsächlich jetzt über... Ich habe kein Bock darüber hinaus wirklich körperlich mich sehr erschöpft gefühlt Und dann zum Beispiel auch mal in diesem Spruch bekommen, ach jetzt kochste schon im Sitzen.
00:08:05: Ja aber für mich war das halt wirklich dann einfach gerade so eine Soziothek zu viel auch noch zu stehen.
00:08:11: also und ich finde es kann man sich da auch einmal rausnehmen weil so negative Gedanken und Emotionen generell dass ja auch alles was sehr viel Energie und Kraft kostet und das sieht man auch glaube ich voraus und vielleicht nicht so.
00:08:26: Aber ja, ich wusste auf jeden Fall einiges.
00:08:30: Und da erklärte auch Verständnis zu zeigen, wo das nicht so als Faul abzustempeln, was mir persönlich oft nachgesagt wurde und sonst teilweise waren es dann auch sehr extreme Emotionen im Up- und im Down.
00:08:51: Und wenn es dann aber irgendwie zu viel wurde von den extrem negativen Gefühlen habe, ist auch in mehreren Phasen erlebt.
00:08:59: Dass ich dann so ein Schutzmechanismus eben geschaltet hab und erst mal gar nichts mehr gefühlt habe.
00:09:08: Da war der Sehnsuch dann aber auch schnell wieder da was zu fühlen.
00:09:12: Unbewusst habe ich ganz oft die Schmerz wieder in Kauf genommen, wenn's mir der Freude nicht geflacht hat einfach... Und irgendwie überhaupt wieder was zu fühlen.
00:09:23: Ja, und ich hab auch damals ... Ich hatte so ein Notizbuch von meiner Schwester bekommen wo Platz für meine Gedanken ist.
00:09:31: Und da hab' ich's einmal glaube ich ganz schön beschrieben.
00:09:35: Ich habe mich gefühlt so als wäre ich in so einer Schlucht in der Dunkelin gefangenen und in die kommt schon mal Licht rein.
00:09:42: So wenn die Sonne halt im Zenit steht oder ansonsten ist da halt ziemlich düster.
00:09:47: Ich versuche auch immer wieder einen Ausweg zu finden und versuch mal die Wände hochzuschleppern.
00:09:53: Aber letztendlich fahre ich dann immer wieder in diese dunkle Schlucht zurück.
00:09:58: Wow, ja!
00:09:59: Ich glaube das beschreibt eine Depression tatsächlich ganz schön.
00:10:02: also ne schöne Metapher in natürlich mit einem Thema was natürlich großen Leid auch verfolgt.
00:10:10: Und wie hast du letztendlich gemerkt, okay jetzt möchte ich auch was verändern.
00:10:14: Jetzt möchte ich das selbst so ein bisschen in die Hand nehmen.
00:10:18: Hast du damals angefangen eine Therapie zu machen?
00:10:20: Wie hast du begonnen dein Weg aus dieser Schlucht, die du gerade so schön gesagt hast, zu beginnen?
00:10:27: Ja, also ich habe tatsächlich nicht relativ zügig nach der Diagnose damals mit Zitzen auch eine systemische Therapie angefangen.
00:10:36: Ungefähr so bis über ein Jahr auf den Wunsch meiner Eltern hin und ich glaube, es war auch schon so ein Punkt warum's vielleicht mir persönlich damals nicht so weiter geholfen hat?
00:10:47: weil da noch nicht die Eigenmotivation vielleicht da war sondern okay also mir gehts nicht gut.
00:10:53: und jetzt wird mir gesagt ok probier das doch.
00:10:55: Ich probiere es mal aus ja aber ich glaub man musste auch so bisschen Eigenmotivertion einfach mitbringen weil es kann auch nicht saubern.
00:11:09: Das hat mir dann tatsächlich nicht so weitergeholfen, hatte das Gefühl und dadurch habe ich dann so schnell den Trugschluss eben angenommen.
00:11:17: Dass ich halt irgendwie ein hoffungsloser Fall bin.
00:11:21: Und dass man mir vielleicht einfach nicht helfen kann und das Therapie bei mir nicht wirkt weil ja aus der Perspektive damals so wie gesagt wusste auch nicht so viel über Depressionen.
00:11:31: Man hat ja jetzt eigentlich eh schon so das Gefühl keiner versteht einen.
00:11:37: Ja, war das so.
00:11:38: Ich hab jetzt das Gängige ausprobiert was man halt so macht wenn man irgendwie so eine Depression hat und es hat mir aber eben nicht geholfen.
00:11:47: Und dann bin ich halt in den nächsten Jahren erstmal so mit mir selber da irgendwie durch mich der Versuch durchzukämpfen und ja das hat natürlich nicht so gut geklagt ging am berg auf und ab viel Vermeidungsverhalten einfach denke ich aufgebaut, in dem Versuch mir zu helfen.
00:12:14: Und so mit Ablenkung ging es dann auch mal, dass ich so ein Tiefschlecht eher herausgezögert als verhindert hätte und letztendlich habe ich dann einfach noch einen persönlichen Tiefpunkt wirklich erlebt an dem ich gesehen hab das ich einfach meine Umfeld auch gerade schon stark damit beletze Hunden mitnehmen.
00:12:38: Und dann habe ich gesagt, das will ich ja wirklich auch nicht und ich probiere es jetzt noch mal.
00:12:46: Ich gebe mir jetzt nochmal eine Chance und dann hab' ich mir ne psychosomalische Klinik rausgesucht und habe da zwei Wochen verbracht und ich glaub', da hat mich auf jeden Fall gelaufen dass ich auch so aus meinem Umfeld herausgekommen bin, dass sich Struktur hatte dass es da gezogen war um acht Uhr morgens beim Frühstück mit Anwesenheit zu erscheinen, weil das war eigentlich so ein Ding der Unmöglichkeit.
00:13:11: Also zehn Uhr aufstehen war schon schwierig und natürlich einschlafen.
00:13:16: Das war auch für mich immer so ein Problem mit Schlachen generell.
00:13:22: Und das hat mir dann auch geholfen, denn Mittagsschlägen durfte man da natürlich auch nicht machen und nach zwei Wochen Rhythmus hatte mir das schon was gebracht.
00:13:33: Das habe ich auch mit nach Hause nehmen können von dort.
00:13:36: Und so die Angebote waren jetzt so lala, für mich.
00:13:41: aber es war auch wie an Corona damals eingeschränkt.
00:13:44: und weil's mir jetzt dann einfällt... Ich will da einfach noch mal kurz daran erinnern, weil ich jetzt sage eben das und das hat für mich persönlich nicht geholfen.
00:13:54: Bitte auf keinen Fall denken!
00:13:55: Dann treu ich sie ausprobieren, hilft mir dann auch nicht, weil wir wissen ja alles so unterschiedlich und individuell Ja, und was mir dann glaube ich so wirklich so ein Meinschiff noch mal gegeben hat war, dass ich dort in der Klinik ... Ich hatte einen Buch dabei von Eckhart Tolle eine neue Erde.
00:14:13: Und da hab' ich das erste Mal wirklich psychische Mechanismen beschrieben gesehen, in denen ich mich selber wiedergefunden habe.
00:14:24: Da hab ich wirklich so gedacht okay, da versteht mich wirklich mal jemand!
00:14:28: Und da scheint's auch eben wie eine Lösung für zu
00:14:31: geben.".
00:14:32: auch weil ich das natürlich erst mal nicht gleich ansetzen könnte und erst einmal nur ein bisschen begreifen, aber da war so aha.
00:14:39: Da gibt es doch noch was und deswegen lohnt sich jetzt auch weiter zu suchen, weil wenn's das jetzt dargibt in dieser Ecke die ich zufällig hier entdeckt habe dann muss es auch mehr geben.
00:14:50: und ich hab damals einen Fakt mit mir selber geschlossen bis ich siebenundzwanzig bin werde ich alles Mögliche ausprobieren, damit es mir besser geht und aufhörig.
00:15:02: Und wenn's mir dann immer noch nicht besser geht so ... Dann habe ich meine Degen die Erlaubnis auch für mich von der Welt zu verabschieden.
00:15:10: Es war auch ein Gedanke, den ich sehr viel hatte!
00:15:14: Ich kann auf jeden Fall sagen, ich bin heute siebenundzwanzig und ich bin sehr froh, dass ich mich für diesen Weg entschieden hab und sehr dankbar für alles, was ich erleben durfte.
00:15:26: Die schwierigen Zeiten machen einen.
00:15:28: Oh,
00:15:29: wie schön!
00:15:30: Vor allen Dingen auch so sich einem Parkt selbst zu schließen.
00:15:33: okay ich gebe mir jetzt die Zeit und das ist ja auch eine zehn Jahre Spanne es ja auch.
00:15:37: ne schöne Zeit wo sich auch was verändern darf wo man den Weg gehen darf.
00:15:42: und ich denke dass hast du ganz gut gemacht.
00:15:45: Nach dem Ganzen, was du dann bei dir wahrscheinlich in der Heimat auch erlebt hast, hast du irgendwann entschieden auch auf Reisen zu gehen.
00:15:52: Und ab da hast du gesagt damals, wo wir gesprochen haben ging auch so ein anderer Weg für dich los.
00:15:58: vielleicht magst du uns damit mitnehmen?
00:16:01: Was du ja erlebt hast auf dieser Reise und diesen Reisen und wie es dir da auch ging.
00:16:09: Ja also dabei bist ich gar nicht wo ich angefangen soll aber gibt's viele Punkte.
00:16:15: Also generell auf den Reisen denke ich erstmal, sind halt viele Auslöser weggefallen und dann ging es mir da schon mal grundsätzlich so ein bisschen besser auch.
00:16:24: Und ich denk' so grundsätzlich sind's oft diese Perspektiven, auf die man halt trifft in anderen Ländern oder anderen Kulturen und dadurch dass man diese neuen Perspektive oder dieses neue ... die neue Sicht auf das Leben kennengelernt, dann wird ein erst mal bewusst wie man es selber sieht.
00:16:46: Man ist da auch blind für wie man das eigentlich alles sieht und es so im Unbewussten.
00:16:51: und wenn man dann halt eine neue Ansicht zu bekommt, dann realisiert man's erst und da habe ich eben viel gemerkt, wie ich die Welt sehe und wie andere Leute sie sehen Und hab dann auch angefangen meine Bedürfnisse zu hinterfragen.
00:17:10: Ich weiß noch, ich saß mal in Südafrika und saß in der Natur.
00:17:15: Und dachte mir so voll schön!
00:17:17: So würde ich auch gerne leben.
00:17:21: Dann ist so der Gedanke gekommen... ...ich habe mit der letzten Woche diese neuen Dokumente mit Plateau gekauft.
00:17:28: Warum hab' ich das eigentlich gemacht?
00:17:30: Das ist voll unnötig.
00:17:31: damit kann ich nicht mal Skateboard fahren oder Reisen.
00:17:35: Was war jetzt ich?
00:17:36: So was hat mich da geritten, dass ich gemeint habe das ich jetzt brauche und dann halt so auch zu den Gedanken oder was was brauchen denn oder was möchte ich dem Wert geben in meinem Leben.
00:17:49: Was sind Dinge die meine Bedürfnisse wirklich halt besiedigen können.
00:17:56: Und ja was auch sehr interessant für mich dann war mit meiner besten Freundin weil halb ist er im Ausland Da hat mir auch wirklich so die Zeit, wenn wir uns gestritten haben zum Beispiel.
00:18:10: Ich kam auch das öfteren Mal vor, wenn man so auf den Zweiundzwanzig Sieben aufeinanderhofft.
00:18:15: Aber wir hatten dann die Zeit dass wir uns wirklich danach zwei drei Stunden hingewockten und es auseinander genommen haben wer sich jetzt hier gerade vielleicht nicht verletzt gefühlt hat was da getriggert wurde woran das eigentlich mit aus der Vergangenheit halt dran hängt Und das man halt dann auch so gemerkt hat, okay es hat jetzt wirklich mit der jetzigen Situation gar nicht mehr so viel zu tun oder mit mir oder mit dir.
00:18:41: Das hat man vielleicht auch schon mal so gehört.
00:18:43: aber dass man das einfach mit den persönlichen Beispielen und so... Es hat einfach was in meiner Denkweise integriert.
00:18:53: Das war auf jeden Fall sehr, sehr...
00:18:55: Wie schön,
00:18:58: ja?
00:18:59: Ja.
00:18:59: Wie lange warst du dann auf Reisen und was hast Du vor allen Dingen über Dich selbst gelernt in der Zeit?
00:19:07: Ja, es kann ich jetzt gar nicht so zeitlich festlegen.
00:19:10: Ich habe halt versucht immer wieder Geld anzusammeln und dann am besten Semesterferien oder einfach mal bevor ich studiert hab zwischen drin oder wie auch immer dass ich versuche solange möglich wegzukommen um das auszunutzen.
00:19:26: Und dann war ich eben halb bis sehr mit meiner Freundin und ein halbes Jahr war ich alleine ins Genanker für meine Praktikung damals.
00:19:35: Das war auch so ein Ding, da hab' ich auf jeden Fall viel, viel gelernt.
00:19:40: Es war so eine zweite Alleinreise was ich mich halt auch voll lang nicht getraut habe und nachher hätte ich gern mehr davon noch gehabt weil da hab', ich einfach auch gelernt so... ...für mich die Selbstverantwortung zu übernehmen.
00:19:54: Das ist so eine Sache.
00:19:55: Ich glaub, die hab ich davor auch gerne abgegeben und dann stützt man sich vielleicht aufs Umfeld in meinem Fall auch damals mein damaliger Freund.
00:20:04: Dann habe ich viel verlangt, dass er mich jetzt da raushält gerade oder so.
00:20:09: Und wenn du halt alleine irgendwo bist und ... dann brauchst du halt nicht warten, dass jetzt wer vorbeikommt und dich aus der Stimmung zieht oder so, und da ... Wenn ich dann halt einmal irgendwie einen Down hatte Da dachte ich mir, willst du jetzt so deine Reisezeit verbringen oder zwinge dich einfach selber dazu wieder rauszugehen und ja da auf jeden Fall auch Selbstwirksamkeit erfahren.
00:20:35: Und gelernt einfach wirklich mehr diese Erwartung für mich auch vollkommen zu übernehmen und zu nutzen.
00:20:44: Ich glaube auch das ist ein ganz wichtiger Punkt.
00:20:46: gerade wenn wir in depressiven Phasen ausstecken fehlt uns natürlich Motivation, fehlt uns Energie, fehlt der Antrieb und dann sind wir auch sehr gerne angewiesen auf das Umfeld was uns unterstützt.
00:21:02: Und dennoch ist es wichtig bei allen Krankheiten irgendwann auch wieder einen Stück weit Selbstverantwortung zu übernehmen um selbst die Kraft zu geben da auch ein Weg wieder rauszufinden.
00:21:14: Das
00:21:15: bleibt du eigentlich ganz schön!
00:21:17: Da ist mir auch nachhinein, was ganz spannend ist.
00:21:20: Auch die Fallen, weil ich hatte ja auch in einem Sozial- und Studium schon auf viel mit Dekonditionierung, Konditionierungen so kennengelernt.
00:21:28: Und das war auch noch eine Zeit, wo es mir eben aber auch noch psychisch schlecht ging.
00:21:32: Und im Nachhineinen habe ich dann erst festgestellt dadurch dass ich halt dann quasi immer mein Freund nachts geschrieben hab bitte komm hol mich ab geht's ganz schlecht und alles und der dann meistens wirklich aber auch gekommen ist und es gemacht hat habe ich ja nur noch mehr gelernt, das halt zu zeigen.
00:21:51: und wenn er mich dann manchmal nicht kommen wollte weil er jetzt vielleicht auch mal gerade beschäftigt war.
00:21:55: Ja, dann hab' ich mir über so sehr gezeigt dass es mir schlecht geht, dass er dann am Ende doch kommt.
00:22:00: und was habe ich letztendlich gelernt daraus?
00:22:04: Je schlechter es mir geht, desto eher bekomme ich das, was ich will.
00:22:08: und das glaube ich auch sehr wichtig für Außenstehende.
00:22:13: irgendwie klar will man auf der einen Seite helfen Und auf der anderen Seite kann man uns vielleicht auch gucken, wo man nicht immer alles nur recht macht.
00:22:23: Es ist ein ganz schwieriges Spiel und ich glaube allgemein lässt sich dabei eigentlich so...
00:22:28: Absolut!
00:22:29: Ich denke es ist auch ganz individuell je nachdem in welchem Grad man steckt an welchen Zeitpunkt man steht im Erkrankung und vieles mehr.
00:22:38: Wie bist du dann dazu gekommen dein Buch zu schreiben über deinen Weg?
00:22:43: Über deine Erfahrungen?
00:22:45: Wie bist du dazu gekommen?
00:22:47: Ja, tatsächlich ist die Idee gar nicht so neu gewesen.
00:22:51: Sondern sie war schon länger mal da eben wegen meiner Erfahrung und meinem Weg, den ich so gemacht habe.
00:22:58: Aber... Ich hab mich dann glaube ich auch lange nicht so legitim gefühlt.
00:23:02: und ja aber dann auch in einem Studium hatte ich dann ja auch andere Theorien und Sachen kennengelernt und haben immer mehr auch so gefunden, wie ich das mir so auch erkläre außerhalb davon.
00:23:19: Und dann dachte ich mich ergreif jetzt die Chance auch mal von meiner Bachelorarbeit und prüfe meine These, die ich hatte, dass eben das westliche Weltbild auch ein bisschen das Leid, die Entwicklung von den Leuten begünstigt.
00:23:34: Ja, dann hat sich danach halt eine Frage gestellt, okay nach dem Studium.
00:23:39: So im letzten Job in einem System, indem einige Punkte kritisieren oder wirklich jetzt einfach diese Buchidee, die da schon ein bisschen länger da ist.
00:23:52: Und vom Bau gezogen war der entscheidend eigentlich ziemlich klar, aber der Verstand hat dann trotzdem herrschmangerst und zwar zweifel- und engste geschürt.
00:24:01: Aber ja, dann irgendwie auf jeden Fall dazu entschieden das zu machen.
00:24:06: Das erst mal so ziemlich umständig.
00:24:11: Der Herzenspunkt dass ich persönlich auch einfach durch Bücher viel gelernt habe.
00:24:16: Es hat mich viel weitergebracht, was ich da so finden konnte und teilweise war es halt dann aber auf schwere Kosten, sage ich jetzt mal, bis man das so wirklich verarbeitet hat und alles und zum Beispiel ist dann auch ein Buch.
00:24:32: Das wollte ich unbedingt, dass meine beste Freundin es auch ließ damit ihr das genauso helfen kann wie mir.
00:24:38: Die war dann so, boah ne also das ist so hoch gestochen geschrieben da ich habe ja kein Bock drauf.
00:24:45: Und ja dann auch so.
00:24:46: die Zeit bis ich mal wieder an der nächsten Ecke des gefunden hatte und dass du es verknüpfen konnte wie das alles zusammen hängt hat ja auch immer so zeit gedauert bis wir mal von dem Punkt zu den Punkt kommen.
00:24:57: Und dann dachte ich mir letztendlich es wäre so schön eine ganzheitliche Betrachtung einfach zu haben die einfach erklärt was da gerade vor sich geht und das halt zu verständlichzumachen, weil wenn man halt in der Depression drinsteckt, dann hat man nicht die Motivation, sich jetzt durch verschiedene Fachgebäude zu wälzen oder wenn dann auch etwas komplex ist, dass wir gar nicht so die Motivertion führen alles.
00:25:27: Und ja, dann dachte ich mir also mit meiner ganzen Erfahrung persönlich und dann auch, was ich so auf meinem Weg durch Reisen und Studium gelernt habe Ja, würde ich das einfach gerne irgendwie zusammenfassen, damit andere Leute die in ähnlichen Situationen jetzt sind wie ich damals nicht so lange leiden müssen.
00:25:48: Mir schön!
00:25:49: Erzähl uns doch gerne, wie heißt dein Buch?
00:25:51: Was würdest du sagen ist die Kernessenz aus deinem Buch?
00:25:56: Oh, das ist eine interessante Frage, letztes.
00:25:59: Auf jeden Fall heißt es gut erkenntnis und verständnis... Wie psychische das Leid entsteht und wie du es auflösen kannst.
00:26:11: Und die Kernesens ist auch zum einen so, dass es halt viele verschiedene Punkte gibt, die das so auslöse und beeinflussen können weil ich z.B.
00:26:25: und ich glaube den Fehler mache auch andere.
00:26:28: Man versteift sich oft auf diese eine Sache herangehensweise, den einen Punkt, der eine Symptome was ich weghaben möchte und dabei verdiert man halt so den ganzheitlichen Blick.
00:26:40: Und wenn es dann mit diesem einen Punkt nicht weiterkommt, dann denkt man vielleicht okay, vielleicht bis hierhin kann mir das helfen.
00:26:49: und darüber hinausbeste ist schon das Beste, was ich erreichen kann weil man halt wie gesagt ohne diesen Weihblick die anderen Punkte gar nicht so sieht erst mal Und deswegen war mir das halt ganz wichtig, von vielen verschiedenen Punkten darauf zu gucken.
00:27:06: Auf der einen Seite geht es ja in der Psychologie generell viel um die man mit sich selbst ist und ich wollte da einmal von außen anfangen eben mit dieser Theorie auch vom Weltbild Weil es fällt einem ja, denke ich, auch leichter.
00:27:26: Wenn man erstmal was verandern sieht oder sowas, das uns alle betrifft und wenn man da mal dann so den Mechanismus verstanden hat, kann man danach, denk' ich, zu sich gehen und dabei ganz individuellen Themen die Gleifung, wo sie am letzten Mal ausfindig machen und sich dann weiter helfen.
00:27:48: Ja, voll spannend.
00:27:49: Ich verliege euch das Buch auch gerne in den Show-Notes.
00:27:51: also guckt gerne rein und du schreibst in deinem Buch auch oder sprichst auch heute davon ja dass unser westliches Weltbild auch psychisches Leiden begünstigt und vielleicht kannst Du uns kurz ein bisschen damit nehmen was Du genau damit meinst und was Deine Erfahrung damit war?
00:28:09: Ja, das ist auf jeden Fall ein spannendes Thema und da könnte ich jetzt irgendwie ausgeholt werden.
00:28:13: Aber ich versuche es jetzt mal an Fahrstellen anzugratzen die auf jeden fall interessant und wichtig sind.
00:28:21: also fürs Weltbild.
00:28:23: ja so als koordinatives Konzept dass aus ganz vielen Überzeugungen aufgebaut ist wird ja oft durch soziale Interaktion weitergegeben und dann individuell eignet man sich halt So das eigene Weltbild an aus den Überzeugungen, die man als Gewahr annimmt.
00:28:44: Und da kommt es halt dann darauf an welche Überzeugung habe ich in dem Reportoir überhaupt da nicht auswählen kann weil alle sind uns ja gar nicht bekannt zu und dass eben... Dass man sich mal anguckt welche Überzeugen sind im Reportoir vom westlichen Weltbild jetzt oft vertreten?
00:29:09: und zum einen ist da das negativ oder pessimistische Menschenbild meiner Meinung nach vertrete.
00:29:19: Und das kann man damit begründen,
00:29:22: z.B.,
00:29:23: dass unser Leben unsere westliche Kultur, unser Staatssysteme und alles viel auf der Fassadentheorie beruht.
00:29:34: Was ist die Fassaden-Theorie?
00:29:37: Die bedeutet, dass so moral und kulturelle und soziale Eigenschaften, die wir uns halt so angeeignet haben um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen.
00:29:50: Dass sie halt nur eine Fassade oder eine Maske sind.
00:29:54: in Momenten der Wut oder des Chaos oder was auch immer fällt diese Maske der Mensch sein wahres egoistisches, gewalttätiges, selbst ... sein Charakter.
00:30:10: Genau.
00:30:11: Hört sich jetzt erst mal vielleicht ganz extrem an aber tatsächlich ist es schon sehr verankert und das sieht man auch also... Es wird gesagt dass Thomas Hopps diese Theorie begründet hat Auch wenn's davor schon Philosophen ging.
00:30:26: er gab die so in die Richtung gingen Aber der ist auf jeden Fall ein ganz interessanter Mann weil er eben auch Kriegsbefehlhaber war, der ist in der Zeit schon viel kriegen aufgewachsen und wahrscheinlich auch deswegen vielleicht zu so einer negativen Theorie gekommen.
00:30:41: Und der hat aber auch Staatsoberwärter beraten und der hat da ganz viele Taktiken und auch so den an die Hand gegeben, die er in seinem Wert Liviotano beschreibt.
00:30:52: und diese Taktik wie dem Macht er halt auf sichern Die werden halt bis heute eingesetzt.
00:30:59: Also zum Beispiel, dass Unruhe-Stifte in der Demo eingeschleust werden die so den ersten Stein werfen damit man dann vorgehen rechtfertigen kann.
00:31:08: Nur mal als Beispiel und diese Theorie wurde dann halt von dem Staatsoberhäuptern also auch eben weiter verfolgt und auf viele Systeme darunter drauf z.B.
00:31:23: mit Fehlbehalten oder Strafgefangenen umgehen.
00:31:26: Oder auch die Gründerfee der Amerikas zum Beispiel.
00:31:30: Die haben das System, also die waren davon überzeugt von dieser Theorie und so hat sich das dann halt alles von Europa in die westliche Welt ausgebreitet.
00:31:43: Und was auch noch ein wichtiger Punkt ist oder wer auch Vertreter davon war, war Siegmund Freud Und ich glaube, bei dem Namen klingelt es jetzt eigentlich.
00:31:52: Bei den meisten, nach die sich ja so ein bisschen oder wenigstens schon mal mit Psychologie irgendwie beschäftigt haben.
00:31:59: Ja und das war vielleicht seiner Zeit, wo er tief, dass er sich mit der Tiefenpsychologie auseinandergesetzt hat und alles bis will ich gar nicht abtun aber er hat halt alles vor diesem negativen Menschenbild ausgehen lassen weil er auch selber so sehen wird Depressionen, weil sie jetzt nicht genau auf jeden Fall mit Existenzängsten oder auch mit Kokain Sucht zu kämpfen hatte.
00:32:23: Und dementsprechend eben zu der Theorie gekommen ist, dass wir halt sehr trittgesteuert sind und das wir uns durch eine moralische Instanz davon abhalten, diese negativen Triebe auszudeben.
00:32:38: Das finde ich daher gehend halt fatal, weil ich es auch so direkt im Psychologieunterricht damals war, was ich gelernt habe in der Schule Das ist halt gerade um so eine Zeit, wo meine Depression angefangen hat.
00:32:49: Und dann saß ich da und dachte so... Oh ja!
00:32:53: Also genau so dunkel sieht's bei mir aus, was wir ausschauen von Lübsten machen.
00:32:58: Und es finde ich dann halt schon irgendwie kritisch wenn man das so ganz unreplektiert dann an die Jugendlichen weiter lehrt.
00:33:12: Man könnte dann ja auch sagen, es passiert hier auch genügend Schreckliches.
00:33:17: Und genau der gleichen Meinung waren auch in den Sechzigern.
00:33:20: da war so die Zeit wo ganz viele Sozialpsychologie-Experimente gemacht wurden und das ist auch wieder sowas was ich so in der Schule auch gelernt habe und im Studium auch noch zum Beispiel des Danford-Prison-Expärimenten.
00:33:36: Es ist ein sehr guter Beispiel dafür Falls jetzt jemand nicht kennt, sage ich ganz kurz.
00:33:43: Wo die Studenten in Werther und Heftlinge aufgeteilt wurden.
00:33:49: Und eigentlich sollten die Instruktionslos einfach mal den Dingen freien Lauch lassen.
00:33:55: Nach sechs Tagen anstatt zwei Wochen musste das dann abgebrochen werden weil zur Ausartung unwürdigen Menschen zuständigen und gewaltgekommen ist.
00:34:08: Die Schlussfolgerung war dann eben ja wenn man Mensch macht, dann wird er halt zum Monster.
00:34:15: Und da gibt es auch noch ein paar andere aber das führt jetzt dann glaube ich auch zu weit weg.
00:34:21: Ende vom Lied ist dass dieses Experiment einfach total unwissenschaftlich war.
00:34:27: Zum einen weil jetzt durch soziale Erwünschtheit der Proband zum Erfolg geführt wurde.
00:34:35: Das wurde damals auch schon ein bisschen kritisiert, aber mittlerweile wurden da halt die Archive geöffnet und man weiß, dass es uns von vorneherein geplant war.
00:34:45: Dass da wirklich gar nicht wissenschaftlich dran ist Und auch Geständnisse von Studenten, die damit gespielt haben wurden später aus Dokumentation rausgeschnitten und solche Sachen.
00:34:57: Und das finde ich halt auch wie gesagt, das habe ich aber unreflektiert raus, es wurde jetzt auch große Erkunftslicht in der größten Psychologie-Zeitschrift von Amerika.
00:35:12: Und ich habe das teilweise mit dem Jahr zwentzwanzig, aber auch noch in der Uni gelernt.
00:35:17: so und ja, da sind solche Sachen geirgernet wie dann auch ein bisschen.
00:35:23: Ich meine sie sind auch nur Menschen die haben da fällt mir nichts von mitbekommen dass nicht stimmt Aber es hat halt fatale Auswirkungen darüber wie halt Menschen sich selbst und ihre Mitmenschen einfach sehen.
00:35:35: Gerade wenn man dann halt auch so in einem Feld von angehenden Menschen ist, die mal anderen Menschen mit Problemen helfen sollen.
00:35:42: Also es hat ja dann auch Auswirkungen darauf wie man hilft.
00:35:45: Absolut!
00:35:47: Ja, es gibt dann halt noch verschiedene Standpunkte, die eben das Gegenteil zu belegen dass der Mensch eben vom Grund aus gut ist.
00:35:55: Da gibt's zum Beispiel den Klimatenforscher Deval Das Rücksicht, Namen und Empathie eben auch bei den Primarken und eigentlichen Säugetieren da ist.
00:36:06: Und deswegen kann diese Fassade-Theorie ja gar nicht stimmen, weil das Land sich halt angeibnet in der Evolution um ... Ja, um miteinander zu leben, dann kann es ja keine Moral sein so ungefähr.
00:36:26: Es lässt sich halt schwer dividieren.
00:36:28: auch wieder dann diese Meinung dass der Mensch schlecht ist oder auch diese Experimente.
00:36:35: Da gibt es noch mehrere, die halt einfach gefälscht sind seitens mal.
00:36:39: und weil wir halt auf dieses Skandale auch besser reagieren.
00:36:44: unser Gehirn ist ja auch so ein bisschen aufgebaut dass es halt negative Reize dann mehr wahr nimmt weil's noch aus dem Urinstinkt zum Überlebenschutz diente Und ich meine, es wissen ja auch die Medien ganz klar, um Food zu nutzen.
00:36:59: Deswegen gibt's ja auch viele negative Schlagzeilen und Skandale... ...und die bekommt man dann halt einfach mehr mit als das andere.
00:37:08: Es wurde zum Beispiel auch schon anfang der Zweitausendach, glaube ich, worden.
00:37:14: Dieses Experiment sollte wiederholt werden als Reality-TV Show.
00:37:20: Da gab es erst einmal Ausrufe wie das jetzt überhaupt... sein kann, dass man sowas unethisches Fernsehen zeigt.
00:37:28: Und das wurde auch abgebrochenes Experiment aber diesmal weil es so langweilig war.
00:37:33: Weil dann einfach nichts Spannendes passiert ist aus der T-Kanzien, dass ja aus Medien Entertainment sich da einfach keinen Sinn ergeben hat.
00:37:43: Ja und ich glaube man sieht jetzt also ein bisschen negativ pessimistisch.
00:37:53: Ja, warum ist das Ganze jetzt schlecht oder schlimm?
00:37:56: Weil wenn ich jetzt so ein negatives Bild habe dann erwarte ich ja auch Negatives und dass er also ungefähr die Definition von Pysynismus.
00:38:07: Und ja, das ist nicht für euch vielleicht schon klar.
00:38:12: Aus neurologischer Sicht wird Depressionen ja auch als pathologischer Pysymismus beschrieben als kranker Pysytismus.
00:38:20: Das heißt immer wieder, negative Menschenbilden oder anderen Sachen halt da konfrontiert werden, was jetzt nicht mal nur in der Meinung sein muss.
00:38:31: Sondern weil sich das auch alles schon so um seine Staatssysteme eingespielt hat, dass man es vielleicht erst einmal gar nicht so sieht wird ja jedes Mal dann eben schon das Gehirn darauf trainiert, eben pessimistisch zu sein und dann denke ich ist der Schritt halt nicht mehr weit, So eine Disbalance für die Pesimismus und dann ein Krankartkumpfismismus entsteht.
00:39:00: Super spannend, was du erzählst!
00:39:03: Und ich glaube, damit wir das auf einen Satz runterbrechen... Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass Negatives, Negatives beeinflusst und Positives, Positiv ist.
00:39:12: Deswegen ist es ja auch immer so schön oder auch so wichtig sich oder bewusst mit positiven Dingen zu beschäftigen, sie einzuladen um mehr davon zu kreieren.
00:39:23: Also dein Fokus bestimmt deine Realität kennen wir glaube ich auch alle.
00:39:26: deswegen super spannend was du da auch sagst.
00:39:30: jetzt bist du gerade in Sri Lanka in Asien und wie ist da dein Bild von den Werten die Menschen dort leben?
00:39:39: Die Kultur im Gegensatz so hier.
00:39:43: Also was ich mega schön finde hier zum Beispiel, und das ist wirklich flächendeckend vorhanden.
00:39:50: Es wird viel größter gegeben und genommen weil du hier z.B immer mit beiden Händen nimmst und mit beiden händen gibst und wenn du nur eine gerade frei hast oder den kommst dann legst du die andere an die Ellenbäuge dass du halt quasi die verlängerte Hand hast.
00:40:06: also so wird alles nicht nur Geld sondern hat es dann irgendwann gesehen als der auch den EC-Krackung den er so gegeben hat und ich dachte, das ist nicht nur Geld.
00:40:15: Und danach ging es einfach nie alles.
00:40:18: Was du gibst und nimmst, nehmst du bewusst mit zwei Händen?
00:40:21: Und gibst du auch gewusst mit zwei
00:40:23: händen?".
00:40:24: Ja also das fand ja auf jeden Fall schön.
00:40:29: Also hier sind die Menschen auch einfach grundsätzlich, würde ich sagen lebensfreudiger.
00:40:35: Sie lachen sehr viel sie schauen sich in die Augen und lachen.
00:40:39: Das ist sowas... Was bei uns hier aus dem Dorf grüßt man sich ja schon, aber wenn du jetzt in der Stadt einfach jemanden anguckst und anlächelst.
00:40:47: Ich habe es auch ausprobiert weil ich aufs vom Reisen mitgenommen hab.
00:40:52: Du kannst viele Leute anstecken, aber viele sind auch so ein bisschen... Kenne ich die?
00:40:58: oder warum lacht ihr einen jetzt an?
00:41:00: Ein bisschen verplext?
00:41:02: Das war für mich auch sehr schön finde ich hier.
00:41:06: Gut, es ist auf jeden Fall klar ein buddhistisch geprägtes Land.
00:41:10: Das merkt man auch.
00:41:15: Man hat ja bei uns in Westen auch die Vorstellung von Buddhismus als Lebensringion.
00:41:22: jetzt nicht so aber... Hier ist tatsächlich viele Leute glauben jetzt auch an Buddha.
00:41:30: wie wir jetzt an Gott sag ich mal also da gehst du dann auch hin, machst dir dein Gebet und Gehst wieder und wirst was entständen, Pott.
00:41:39: Also ist auch nicht so der reine Glaube wie wir uns das jetzt vorstellen, dass du dann alle medikieren oder so... also es wurde da auch schon ein bisschen institutionalisiert, sag ich mal, auch wie bei uns halt von dort richtig vom Kern Glaube die Kirche da wieder etwas drumherum gebaut hat, sowas gibt's hier schon auch Aber generell wird da, denke ich, ein bisschen anders damit auseinander umgegangen.
00:42:09: Und die Hilfsbereitschaft und die Großzügigkeit ist ja sehr, sehr groß.
00:42:16: also was alles immer so verschenkt wird.
00:42:18: oder wenn hier Krisen sind dann gibt jeder seinen Letztes und dann hilft sich halt der Strandabschnitt mit den Leuten aus der Biakregion und bei der nächsten Katastrophe Anlassrum.
00:42:31: Das ist auf jeden Fall sehr beeindruckend, zu sehen und mehr Community-Leben halt auch.
00:42:38: Die Leute sind näher bei einander und helfen sich da.
00:42:44: Wunderschön!
00:42:44: Du hast jetzt auch schon viel gezeigt aus sicherlich auch Inhalte aus deinem Buch?
00:42:49: Was würdest du sagen war so dein Wendepunkt an dem du jetzt gespürt hast?
00:42:54: okay jetzt verändert sich auch wirklich etwas und jetzt geht es in eine andere Richtung.
00:43:01: Also ich denke, es gibt immer so ein bisschen mehr als einen Wendepunkt.
00:43:06: Also zumindest ist für mich so klar, weil das jetzt wirklich runterbrechen sollte.
00:43:10: Ich glaube so diesen Meinstift damals, den ich hatte, als ich dieses Buch in der Kine gelesen habe von «Ich bin hoffnungsloser Fall», zu «Okay da ist was».
00:43:19: Das war auf jeden Fall so ein ganz wichtiger Schritt, dass ich da halt wieder die Motivation und die Hoffnung gefunden hab, die ich halt zwischenzeitlich verloren hatte ist für mich immer so, wenn ich irgendwie was erkenne und dann aber auch das implementieren kann in meinem Leben.
00:43:38: Wenn beides zusammengreift, dann auf jeden Fall immer eine große Veränderung da.
00:43:43: also... Auf der einen Seite jetzt vielleicht zu sehen okay?
00:43:46: Ich manipuliere mich mit meinen eigenen Gedanken!
00:43:49: Ist so die eine Erkenntnis und dann dabei auch beim nächsten Mal das in der Situation auch zu erkennen und sich nicht darauf einzulassen ist dann halt noch mal die Handlung.
00:44:01: und wenn beides dann halt immer zusammenkommt, dann ist auf jeden Fall wieder eine große Veränderung für mich da gewesen.
00:44:09: Ja
00:44:10: voll schön!
00:44:11: Wenn jetzt jemand vielleicht auch gerade die Folge hört und vielleicht selbst auch mit depressiven Phasen zu kämpfen hat oder vielleicht auch schon eine hatte wie auch immer was würdest du dieser Person gerne mitgeben aus deiner Erfahrung?
00:44:27: Ja, es ist ja immer sehr unterschiedlich und deswegen einfach vielleicht zu der Erinnerung.
00:44:34: Die Depression in dem Fall ist ja eine Reaktion vom Körper und Geist und das heißt da ist was davor da gewesen, was das eben auslöst und dass man eben einfach schaut, dass man das findet und dass es eben auch nicht nur so eine Sache sein muss sondern dass es oft auch ganz viele Sachen sind die zusammenkommen.
00:44:57: Schade, wenn mir dann früher jemand gesagt hat auch dann gehen wir in die Natur spazieren.
00:45:01: Irgendwann habe ich den Vogel gezeigt.
00:45:02: das hilft mich jetzt auch nicht aber es ist auch so ein Punkt.
00:45:06: Mir hilft die Natur schon sehr viel und tut einem auch gut und ist ja auch nachgewiesen, so die Effekte und alles bla bla.
00:45:15: Ja, es ist halt so ein punkt von viel und wenn die halt so zusammenkommen, dann ist auf jeden Fall da was möglich gerade wenn man vielleicht schon länger so in Sohnachfahr gesteckt, dann nicht aufzugeben.
00:45:28: Da weiterzusuchen und ... Nicht warten, dass es besser wird einfach weil vom Warten alleine wird's höchstwahrscheinlich nicht besser werden sondern dann werden wir halt was verändern Und dann kann uns das Leben auch eine Antwort geben die nicht Depression ist.
00:45:46: Ja
00:45:47: Ja
00:45:48: Schön Sehr, sehr schön.
00:45:51: Erst mal vielen Dank dafür und ich glaube wir haben jetzt schon ganz viel auch gesprochen.
00:45:56: Du hast uns super viele wertvolle Einblicke gegeben in deinen eigenen Weg, in deine Erfahrung mit der Depression.
00:46:02: und vielleicht noch eine letzte Abschlussfrage.
00:46:06: Jetzt sind zehn Jahre vergangen seit deiner Diagnose und wenn du jetzt nochmal dein siebzehnjähriges Ich treffen würdest?
00:46:13: Was würdest du ihm mitgeben also dein früheren Ich mit deinem Wissen was du jetzt hast?
00:46:19: Also ich glaube auch so einiges, was ich jetzt gerade gesagt habe und vor allem.
00:46:25: Ich hatte oft einfach schon das Bauchgefühl mit mir zu eigentlich alles in Ordnung.
00:46:30: Vielleicht bin ich einfach mal sehr sensibel und was auch der Welt passiert ist auch schrecklich und alles.
00:46:35: So ein bisschen einen Bauch-Gefühl beizubehalten okay?
00:46:41: Das tut mir nicht gut.
00:46:42: dann muss ich mich vielleicht auch nicht konfrontieren oder ja... dass man sich selbst nicht so dann als Problem sieht, sondern dass man einfach guckt was tut mir gut und was tut mich nicht gut.
00:47:01: Und nie den Glauben an sich selbst zu verlieren oder zu zweifeln das irgendwie mal komisch ist oder anders Sondern dass man deshalb vielleicht gerade zu seinen Sterben macht und anstatt dass man das halt wegarbeiten will und sich irgendwie doch versucht in so ein System zu... was einen halt an vielen Ecken zu klein ist oder zu vorgegeben.
00:47:27: Ja, das muss sich da eben nicht drin verliert sondern einfach seine Eigenheiten und seine Besonderheiten ausbaut und ja also seinen eigenen Weg findet.
00:47:39: Wie schön!
00:47:41: Und daraus vielleicht dann ein Buch entstanden ist wie bei dir.
00:47:45: Wie schön!
00:47:45: Ja, wenn jeder was dazu leuchtet sein ist, dass er wirklich ihn kann.
00:47:49: Ja genau es ist ja auch oft so das und die Momente an dem wir wirklich am Boden waren daraus irgendwann eine Kraft ziehen können und daraus etwas entstehen lassen können wofür wir in diesen Momenten ja niemals die Kraft hätten.
00:48:03: aber rückblickend halt einfach mit der Weisheit und mit dem durch Leben viel mehr weitergeben können.
00:48:09: Ja, den kann ich noch zustimmen.
00:48:12: Also richtig schön!
00:48:13: Ich hoffe es war jetzt einfach für viele ein Einblick, einen toller Erfahrungsbericht von dir.
00:48:19: Danke dir auch für deine Offenheit, deine Geschichte, deinen Teilen und ja...ich wünschte vor allen Dingen alles Gute und dass du da weiterhin ganz viele Menschen inspirieren kannst und wieder ermutigen kannst wie der Selbstverantwortung zu übernehmen.
00:48:33: Also vielen Dank, Sophia, dass du da warst.
00:48:35: Und ich wünsche
00:48:36: dir wie auch für deine Polls sagen.
00:48:39: Sehr gerne!
00:48:40: Alles Liebe und bis dann!
00:48:43: Ciao!
Neuer Kommentar